Kurz notiert: Stoiber kommentiert messerscharf
Kommentare: 2 - Datum: Sonntag, 25. März 2007 - Auslage: Zoon politicon
Zu der Entlassung der ehemaligen RAF-Terroristin B. Mohnhaupt äußert sich der Noch-Landesvater der Bayern so: »[…] eine Provokation für das Rechtsgefühl der breiten Mehrheit«, formaljuristisch sei die Freilassung der 57-Jährigen zwar in Ordnung, so Stoiber, »[…] aber sie widerspricht dem Rechtsempfinden von mindestens 80 Prozent der Menschen in Deutschland«.
Interessant. — Also ist es legitim das Recht in Richtung der Volksmeinung zu beugen? Dann dürfte sich auch die Frage stellen, ob die Steuergesetze, die von der Mehrheit der Bevölkerung gebeugt wird, dann auch einfach keine Gültigkeit besitzen sollen. Eigenartigen Ansatz den Stoiber dabei hat … aber es hat bestimmt nichts damit zu tun, dass ihm die Volksnähe so wichtig ist.




Kommentar von Herr M - Montag, 26. März 2007 @ 19:48:45
Tja, was soll man da sagen. Das Thema polarisiert derzeit und spaltet das Land, scheinbar. Doch sind es wirklich die Menschen, die Herr Stoiber meint, oder vielmehr die Presse, die sich wieder anschickt, die Meinung der Menschen diesen Landes kennen zu dürfen?
Meine Güte, die Frau war 24 hinter Gittern, ist 57 Jahre alt, wieviel Mensch soll da den noch übrig geblieben sein? Sie wird mit sich und der Welt mehr Probleme haben, als sich auch nur ein Herr Stoiber vorstellen kann. Oder die ganze beschissene Presse.
Ich habe dieses Land mal gemocht, doch so langsam mache ich mir Sorgen, welche Stimmung zu uns rüber kommt und was für Parolen von den Landesvätern so ausgeben werden. Und diese fiesen, alten, streitsüchtigen und rechthaberischen Menschen wundern sich, dass die Gesellschaft einer Brachlandschaft gleicht?
Tss…
Kommentar von Chilie - Dienstag, 27. März 2007 @ 17:24:55
Tja gerade der Führer des heiligen römischen Reicher bayrischer Nation, sollte doch wissen wie sehr man sich in 24 Jahren ändern kann. War er früher noch in der Lage zusammen hängende Sätze für eine Abiturprüfung zu formulieren, oder gar einen Angeklagten Spezi vor Gericht, von seiner Steuerhinterziehung runter zu lamentieren, so reicht es heut grade noch für gestammel und konzeptloses Nebensatzbilden. Sieht man nun einen Ex-Juristen mit solcher Huhn-ohne-Kopf-Retorik, und münzt dieses um auf diese Menschen, so würden sie sich zum konspirieren in Bonn Graurheindorfer Str. 198 treffen, eine Bombe am Hauptbahnhof zünden um einen Anschlag Flughafen auszuüben, und der Genital bereich von Kapitalisten umwerbenden Schicksen wie Anna Nicole Smith wäre ein Problembär. Nicht zu vergessen die Klare Zielsetzug, wo denn nun angreifen … München … ehhh … Berlin …. ehh neee wenn ich nicht der Superterrorist bin, dann doch wieder München ….
Also wie man Steuber bestens sieht, jeder kann sich ändern …..
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