Pinochet — Abgang eines Tyrannen

Augusto José Ramón Pinochet Ugarte, geboren am 25. November 1915, verstarb am 10. Dezember 2006, in Santiago de Chile, nachdem er am Morgen des 3. Dezember einen Herzinfarkt erlitten hatte. Der 91-jährige war vom 11. September 1973 bis zum 11. März 1990 Diktator Chiles, durch eine Militärjunta gestützt, wobei er er später formal Präsident war (faktisch ohne jemals gewählt worden zu sein).

An die Macht gelangte Pinochet durch einen Militärputsch gegen Salvador Allende, den damaligen sozialistischen Präsidenten Chiles, unterstützt auch von „inofiziellen“ amerikanischen Kreisen. Henry Kissinger, damaliger Außenminister der USA (und Friedensnobelpreisträger 1973!), sagte zu dem Putsch, dass er nicht von den USA ausginge, sie aber „die größtmöglichen Voraussetzungen geschaffen haben“. Die wirkliche Position Amerikas und ihre Einflussname, speziell des CIA, ist immer noch nicht wirklich ausgeleuchtet, fest steht aber, dass es massive Waffenlieferungen an das chilienische Militär, im Vorfeld des Putsches, gegeben hat. Hier entlang zum Weiterlesen »

Lustiges Zahlenspiel vs. Realität

Da ich jetzt schon ein paar Mal im Netz diesen »Vergleich« lesen musste, habe ich mich mal in die Untiefen der Deeplinks begeben, um mir Klarheit zu verschaffen.
Ausgangspunkt ist diese Behauptung:

69 Worte – Die Zehn Gebote
270 Worte – Die Amerikanische Unabhängigkeitserklärung
24.793 Worte – Die EG-Verordnung über den Import von Büroklammern

Richtig ist, dass es eine EG-Verordnung, richtiger eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Europäischen Rates gibt. Diese Richtlinie zur Koordinierung des Verfahrens bei Vergabe öffentlicher Bauaufträge, Lieferaufträge und Dienstleistungsaufträge hat auch ca. 25.000 Worte, aber das Entscheidende ist, dass es sich hier nicht ausschließlich um eine Verordnung, eine Richtlinie zum Import von Büroklammern handelt, sondern um eine generelle Richtlinie, die auch die Vergabe öffentlicher Lieferaufträge beinhaltet, die nun mal all diese Angelegenheiten regelt, somit auch, aber nicht nur, Büroklammern beinhaltet, da diese ja halt auch ein Bestandteil des öffentlichen Bürowesens sind.

Diese im Netz kursierende sachliche und faktische Halbwahrheit ist nun mal auch wieder ein typisches Beispiel von geistiger Kurzsichtigkeit 2.0 irgendwo aufgeschnappt und in das Kollektivgedächtnis der Gesellschaft oszilliert, kann man sich doch damit herrlich über die vermeintliche Stilblüte dieses Bürokratiewahnsinns echauffieren.

Ibrahim Rugova, Präsident des Kosovo, verstorben

Der erste gewählte Präsident Kosovos ist am Samstag, den 21.01.2006, in Priština/Kosovo verstorben.

Rugova, der seit März 2002, der erste Präsident der unter Uno-Mandat stehende Provinz Kosovo war, litt schon längere Zeit an Lungenkrebs, was ihn aber nicht aufhielt weiter an der Zukunft Kosovos mitzuwirken und diese entscheidend zu bestimmen.

Zehn Jahre lang leistet er der zentralistischen Hegemonialbestrebung Milosevic (Serbien) gewaltlosen Widerstand und war damit der Gegenpol zu der gewaltbereiten UÇK. Aus diesem Grund der Gewaltlosigkeit bekam er auch den Beinamen „Gandhi des Balkans“. Hier entlang zum Weiterlesen »

Wenn man zu viel Kohle hat

Da wurde in den USA doch tatsächlich der Nierenstein von William Shatner (74), unter anderem Star Trek,für 25.000 Dollar verkauft. Käufer war das Online-Casino GoldenPalace.com.
Wenigstens wird das Geld der Ersteigerung einem guten Zweck zugeführt, es sollen Häuser (mehrere für 25.000 Dollar?) für Bedürftige gebaut werden. Natürlich in den USA.

Via IT&W. Hier geht’s lang.

Get up, stand up

stand up for your rights. In diesem Fall war es aber das Sitzenbleiben. Und zwar vor genau 50 Jahren. In Montgomery, Alabama. Die vor Kurzem verstorbene Rosa Parks (*4. Februar 1913, † 24. Oktober 2005) hatte es nach eigenen Aussagen „einfach nur satt, sich zu fügen“. Sie blieb an jenem Tag sitzen. Sie stand nicht wie die drei anderen Farbigen ihrer Sitzreihe auf, um sich wie gefordert nach hinten zu setzen, damit ein stehender Weißer sich setzen konnte. Auch nicht unter Androhung von Sanktionen. Nein, sie wurde in diesem Moment Speerspitze der Antidiskriminierungsbewegung in den USA, ohne dass dies der Antrieb ihres „Ungehorsams“ gewesen wäre. Hier entlang zum Weiterlesen »

Für das Vergessen

Das Volk ist von einer weiteren Geißel rechter Gesinnung, in Persona Franz Schönhubers, erlöst worden. Der Mitgründer der rechtsextremen Partei »Die Republikaner« starb in der Nacht zum Sonntag in seinem Wohnort am Tegernsee an einer Lungenembolie, die er auf Grund einer verschleppten Lungenentzündung erlitt.
Seine letzte große demokratische Tat war die Kandidatur bei den Bundestagswahlen 2005 im Wahlkreis 160, Dresden I, für die NPD. Nachdem die dort aufgestellten Kandidatin Kerstin Lorenz kurz vor den Bundestagswahlen verstarb, übernahm Schönhuber die Kandidatur, erreichte aber nur 2,4% bei den Stimmenauszählungen. Hier entlang zum Weiterlesen »

Einmal in den Malkasten gelangt

Koalition – Fraktion – Bundestagsmehrheit – Regierungsauftrag – Wählergunst – Wählerauftrag

Der Souverän hat am Sonntag gesprochen, na ja fast. Ein kleines unbeugsames Dorf … der Wahlkreis 160, Dresden I hat noch nicht abgestimmt, weil die Wahl hier auf Grund der Tatsache, dass eine Kandidatin der NPD, Kerstin Lorenz, Anfang September verstorben war, verschoben werden musste. Hier entlang zum Weiterlesen »